Einfach Schluss machen? Welcher Raucher kennt diesen Gedanken nicht.
Wer schon mal aufgehört hat, kennt die verführerischen Tücken
des Glimmstengels. Für wirklich Entschlossene gibt es eine viel versprechende
Hilfe: Implantat-Akupunktur.
„Ich habe schon so viel versucht. Bücher gelesen, mir Tips geholt.
Ich komme nicht weg...“, klagt Katrin L. in ihrem Gespräch mit
Dr.med. Bernd Walter, einem Berliner Experten für Raucherentwöhnung.
Wie viele andere Raucher hat sie bereits einige Anläufe hinter sich, um
von der Abhängigkeit los zu kommen.
Eine Anti-Sucht-Therapie mit Implantat-Akupunktur konnte bereits vielen Menschen
wie Katrin helfen mit dem Rauchen aufzuhören. Nachdem ein Raucher seine letzte Zigarette ausgedrückt
hat, können durch Ohrakupunktur die Entzugserscheinungen reguliert werden.
Wer den festen Willen zum Aufhören einmal gefasst hat, findet in der Dauerakupunktur
einen wirkungsvollen Wegbegleiter während des gesamten Entzugs.
Heimlicher Begleiter: Akupunktur-Implantate
Bei der Implantat-Akupunktur – einer speziellen Form der Ohrakupunktur
- werden winzige Akupunkturnadeln ins Ohr gesetzt. Die Implantate verbleiben
unsichtbar unter der Haut und wirken lang anhaltend. Da die kleinen Implantate nicht wieder entfernt werden müssen, werden nicht
nur die kurzzeitigen Folgen des körperlichen Entzugs (bis zu 3 Wochen nach
der letzten Zigarette) sondern auch langfristige Symptome dauerhaft reguliert:
Der gefürchtete Gang zur Waage entfällt, denn durch Akupunktur kann
eine natürliche Regulierung des veränderten Essverhaltens nach dem
Entzug erreicht werden.
Körperliche Sucht
Der in den Zigaretten enthaltene Giftstoff Nikotin ist dem körpereigenen
Nervenbotenstoff Acetylcholin täuschend ähnlich. Einige Rezeptoren,
die durch Acetylcholin ausgelöst werden sollen, reagieren auf das Nikotin
und verursachen die Ausschüttung weiterer Botenstoffe. So zum Beispiel
Dopamin, welches in unserem Belohnungssystem wirkt.
Sobald die Zufuhr von Nikotin plötzlich gestoppt wird, treten körperliche
Entzugserscheinungen auf. Eine koreanische Studie zeigt, dass die Akupunkturbehandlung
nach dem Nikotinentzug eine positive Wirkung auf eben jene „verwöhnten
Rezeptoren“ hat (genauer: auf die so genannte nikotininduzierte Beweglichkeit).
Der körperliche Entzug wird dadurch erleichtert.
Psychische Abhängigkeit
Die Implantat-Akupunktur wird bei der Raucherentwöhnung als Kombinations-Therapie
eingesetzt. Neben den eigentlichen Nikotinsucht-Punkten werden Reflexpunkte
aktiviert, durch welche Aggressionen, Nervosität oder Stoffwechselstörungen
ausgeglichen werden. Nach längerer Abhängigkeit braucht der Körper
bis zu 3 Jahre, um sich wieder vollständig auf seinen normalen Stoffwechsel
umzustellen. Während dieser Zeit wirken die Implantate.
endlich Schluß!
Übermäßiger Appetit, Gewichtszunahme, Rauchverlangen, Nervosität
und körperliche Unruhe, abnehmende Stresstoleranz oder Schlafstörungen
können durch Akupunktur-Implantate effektiv und langfristig verbessert
werden. Der eigene Wille zum Aufhören wird dadurch aber nicht ersetzt.
Wer jedoch standhaft bleibt, dem kann geholfen werden. So wie Katrin L., die ihr
letzte Zigarette vor zwei Jahren ausgedrückt hat.
QuickLinks - weitere Schritte
| | ich möchte... | | | Wissen: Nikotinsucht | Unter Nikotinabhängigkeit wird Gewöhnung und Abhängigkeit an
den Stoff Nikotin verstanden, die sich bei Konsum von Tabakprodukten einstellt.
Durch das Verglimmen des Tabaks gelangt das Nikotin in die Lunge, anschließend
in die Blutbahn, von wo aus es in wenigen Sekunden das Gehirn erreicht und sich
an Nervenzellen haftet.Nikotin ist eine süchtig machende Substanz. Es besitzt
nicht nur psychostimulierende Wirkungen wie bspw. Kokain und Amphetamin, sondern
stößt im Gehirn die gesamte Breite der Neuromodulatoren an. Nikotin
greift an zwei verschiedenen Kompartimenten an – den prä- und postsynaptischen
Acetylcholinrezeptoren.
Bei Bindung an die Rezeptoren kommt es zur Ausschüttung unterschiedlicher
Neurotransmitter, wie Dopamin, Serotonin, Noradrenalin und Endorphinen. Die
nikotinergen Rezeptoren haben einen sehr engen Bezug zum präfrontalen Cortex
– verbessern somit Hirnfunktionen wie Aufmerksamkeit, Gedächtnis
und Lernen.Desweiteren besteht eine enge räumliche Beziehung zum dopaminergen
Belohnungssystem – dieses wirkt auf Funktionen wie Essen, Trinken und
Sexualität.
Eine besondere Wirkung des Nikotins besteht in einer Catecholamin-Freisetzung
in den sogenannten Belohnungsarealen der Großhirnrinde – welche
positive Gefühle erzeugt. Zigaretten enthalten Substanzen, die sich in
ihrer Abhängigkeitswirkung potenzieren. Bspw. Ammoniak, als Beschleuniger
für das Nikotin, Zucker, welcher beim Rauchen verbrennt und das ebenfalls
süchtig machende Acetalaldehyd entstehen lässt. Dieser Stoff bewirkt
eine Reduzierung des Enzyms MAO-B (Monoaminooxidase B), welches Neurotransmitter
abbaut. |
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