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chronische Rücken- und Gelenkschmerzen

In Deutschland leidet jeder Dritte an Rückenschmerzen. Die Beschwerden sind eine der häufigsten Gründe für einen Arztbesuch und gelten mittlerweile als Volkskrankheit Nummer eins1). Klinische Studien zeigen, daß Akupunktur bei chronischen Rücken- und Gelenkschmerzen zur Schmerzminderung beitragen kann.

▼Therapie▼Implantat-Akupunktur ▼Info-Brief anfordern Die genauen Zahlen schwanken – manche Quellen sprechen von 30%, 40% bis hin zu 80%. Fest steht jedoch, dass kaum ein anderes Krankheitsbild so häufig zu Arztbesuchen führt wie Rückenschmerzen. Die Ursachen sind ebenso vielfältig wie die verschiedenen Ausprägungsformen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO unterteilt innerhalb der ICD-10-Klassifikation die häufigsten übergeordneten Krankheitsbilder (Auszug):

Klassifikation Rückenschmerzen nach ICD-10 (Auszug, M54)
M54.0 Pannikulitis in der Nacken- und Rückenregion
Entzündungen im Unterhautfettgewebe
M54.1 Radikulopathie
Schädigung der Nervenwurzeln, beispielsweise hervorgerufen durch einen Bandscheibenvorfall oder Knochenschädigungen
M54.2 Zervikalneuralgie
eine Schmerzkrankheit, die von der Halswirbelsäule ausgeht. Sie kann neben Kopfschmerzen auch mit Schwindelattacken, Seh-, Hör- oder Schluckstörungen auftreten.
M54.3 Ischialgie
Schmerzen im Versorgungsbereich des Ischias-Nervs (Nervus ischiadicus), meist durch Kompression der Nervenwurzel verursacht. Der Schmerz strahlt bis in die Beine.
M54.4 Lumboischialgie
Gleichzeitiges Vorliegen von Ischialgie und akuten Rückenschmerzen im Bereich der Lenden (Lumbago). Die Rückenschmerzen strahlen bis in die Beine.
M54.5 Kreuzschmerz
Lendenschmerzen, Überlastung in der Kreuzbeingegend und Lumbago. Der Lumbago wird landläufig als «Hexenschuss» bezeichnet.

Doch diese Liste ist nicht annähernd vollständig. In weiteren Untergliederungen finden sich zahlreiche Krankheitsbilder und Symptome, denn der Schmerz selbst ist das Resultat einer zugrundeliegenden Erkrankung. Der Schmerz kann also eine Vielzahl verschiedener Auslöser und Ursachen haben.

Auslöser und Ursachen für Rückenschmerzen (Beispiele)
Bandscheibenvorfall / Prolaps Schwerpunktmäßig an der unteren LWS und an der HWS. Austreten des weichen Bandscheibenkerns durch den defekten äußeren Faserring. Dabei kommt es zu einer Bedrängung der Nervenwurzel. Schmerzen und häufig Taubheitsgefühle in Armen oder Beinen sind die Folge.
Spinalkanalstenose / Wirbelkanalverengung ...führt zur schmerzhaften Verkürzung der Gehstrecke und massiver Bewegungseinschränkung.
Spondylolisthesis / Wirbelgleiten ...führt zu starken Rückenschmerzen vor allem bei Lagewechsel, teils auch mit Beinschmerzen und Schwäche in den Beinen.
Nevenwurzelkompression / Nervenkompression ...finden sich an unterschiedlichen Stellen der Körpers. Häufig ist das Karpaltunnelsyndrom, bei dem es zu überwiegend nächtlichen Schmerzen und Kraftverlust in den Händen kommen kann.
Spondylodese ...ist eine operative Versteifung mehrere Wirbelkörper mittels Schrauben-Stab-Systemen. Die Patienten haben meist langjährige Therapien hinter sich.
Zervikozephalgie ...eine Schmerzkrankheit, die von der Halswirbelsäule ausgeht. Sie kann neben Kopfschmerzen auch mit Schwindelattacken, Seh-, Hör- oder Schluckstörungen auftreten.
Myalgien ...muskuläre Schmerzen und Verspannungen im Bereich der gesamten Wirbelsäule.

Verschleiß

Oft macht sich das Alter zuerst im Rücken bemerkbar. Die Wirbelsäule verschleißt im Laufe des Lebens und diese Abnutzung löst Schmerzen aus. Denn mit den Jahren werden die Bandscheiben, unsere körpereigenen »Stoßdämpfer« und Abstandhalter zwischen den Wirbeln, mürbe, rissig und schmaler. Wird der Rücken überlastet, kann sich eine Bandscheibe in den Wirbelkanal stülpen, Mediziner nennen diese Vorwölbung »Bandscheibenprotrusion«. Manchmal rutschen Teile davon gänzlich in den Wirbelkanal – der vielgefürchtete Bandscheibenvorfall.

Das kann wehtun, es muss aber nicht. Abgenutzte Bandscheiben, Wirbel, Gelenke und Bänder sind wie Falten und graue Haare natürliche Begleiterscheinungen des Alterns. Früher nahm man diese Zipperlein entweder hin - oder mangels Beschwerden gar nicht erst zur Kenntnis. Heute können teure bildgebende Verfahren wie Kernspin- oder Computer-Tomographie die Verschleißprozesse sichtbar machen, etwa eine verrutschte Bandscheibe oder veränderte Wirbelknochen. Was die bis dahin völlig schmerzfreien Betroffenen oftmals ziemlich verblüfft und ratlos zurücklässt.

Schwere körperliche Arbeit, einseitige Belastungen, ungesunde Lebensweise, zu langes Sitzen am Arbeitsplatz oder zu wenig Bewegung sind wesentliche Faktoren für vorzeitige Verschleißerscheinungen und Rückenschmerzen.

Therapie

Etwa 80 Prozent Patienten sind nach zwei Monaten ihre Rückenschmerzen wieder los. Doch bei bis zu 78 Prozent kommt der Schmerz wieder. Bei zwei bis sieben Prozent entwickelt sich das Krankheitsbild jedoch zu chronischen Rückenschmerzen. Bei chronischen Rückenschmerzen spielt meist auch die Seele eine Rolle. Psychische Belastungen wie Stress, Trauer oder Ängste können die Muskeln dauerhaft verkrampfen lassen.

Die Therapieansätze zur Behandlung von Rückenschmerzen haben sich mittlerweile grundlegend geändert. Früher wurde häufig sogar Bettruhe verordnet, der Schmerz sollte »ausgelegen« werden. Heute setzen Fachleute auf Bewegung, Sport und normale Alltags-Aktivität. Das lockert nicht nur die verspannten Muskeln und regt die Durchblutung an, auch die Bandscheiben bleiben flexibel. Medikamente, Massagen und Entspannungsübungen können ebenfalls helfen.

Auch Akupunktur hat sich in zahlreichen Studien als wirksam erwiesen und kann sogar erfolgreicher sein als konventionelle Behandlungen mit Medikamenten2).

Akupunktur

Akupunkturpunkte am OhrAbb: Akupunkturpunkte am OhrEs existieren heute viele verschiedene Formen von Akupunktur. Die wichtigsten Vertreter sind die Körperakupunktur sowie Ohr,- Schädel- und Handakupunktur. Dabei werden jeweils verschiedene Methoden zur Punktstimulation benutzt wie etwa klassische Akupunkturnadeln, Dauernadeln, Akupressur oder Stimulation mittels Laser.

Eine besondere Form der traditionellen Punktstimulation ist vor allem in Asien verbreitet: An den bekannten Akupunkturpunkten werden kurze Fäden aus auflösbarem chirurgischen Nahtmaterial an bekannte Akupunkturpunkte unter die Haut implantiert (Catgut-Akupunktur). So wird eine Langzeitstimulation erreicht. Die positive Wirkung auf viele Krankheitsbilder wurde in klinischen Studien belegt3).

Akupunktur bei Rückenschmerzen

Akupunktur ist ein bei chronischen Rücken- oder Knieschmerzen wirksames Verfahren, das zu einer Minderung der Schmerzsymptomatik führen kann2). Wissenschaftliche Studien zeigen, dass sie ebenso gut wirken kann wie konventionelle Therapien, bei manchen Patienten sogar besser. Eine der größten Akupunkturstudien überhaupt, die in Deutschland durchgeführten GERAC-Studien, konnte 2006 erstmals eine Wirksamkeit nachweisen. Seither wurden diese positiven Ergebnisse in zahlreichen internationalen Studien erneut untermauert4)5)6)7). Aufgrund der aktuellen Studienlage8) nahm das National Institute for Health and Care Excellence im Jahr 2009 die Akupunktur-Therapie in die Leitlinie CG88 zur Behandlung von Rückenschmerzen auf9).

Doch auch Akupunktur ist kein Wundermittel. In Fällen, wo sämtliche medikamentösen, physikalischen oder physiotherapeutischen Behandlungen keinerlei Linderung bringen, wird auch die Akupunktur mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht helfen. Wenn sich keine Besserung abzeichnet, sollte geklärt werden, ob nicht doch operative Maßnahmen erforderlich sind. Andernfalls besteht die Gefahr, dass es zu dauerhaften Nervenschädigungen kommt.

Ohrakupunktur

Vergleich zwischen Dauernadel und Implantat-NadelAbb: Eine herkömmliche Dauernadel (links) und eine moderne Implantat-Nadel Als bedeutendster Vertreter der Mikrosystem-Akupunkturen gilt heute die Ohrakupunktur. Wann die Ohrmuschel erstmals therapeutisch genutzt wurde, ist nicht genau bekannt. Der älteste überlieferte Bericht stammt von Hippokrates. In den 1950er Jahren durchforschte der französische Arzt Paul Nogier die Literatur der Vergangenheit. Mit seinen Forschungen und Erkenntnissen legte er den Grundstein für die mittlerweile weltweit verbreitete moderne Ohrakupunktur: Die Aurikulomedizin. Diese bietet neben der Anwendung verschiedener Nadeltechniken auch diagnostische Möglichkeiten.

Seit den 1970er Jahren können zur Ohrakupunktur auch sogenannte »Dauernadeln« eingesetzt werden. Diese Nadeln verbleiben meist 1-2 Wochen im Ohr.

Implantat-Akupunktur

Ein Akupunktur-Implantat wird platziertAbb: Ein Akupunktur-Implantat wird platziert Die moderne europäische Implantat-Akupunktur ist eine Form der Ohrakupunktur. Anstatt der kurzfristigen Anwendung von klassischen Akupunkturnadeln oder Dauernadeln werden winzige Implantatnadeln an den bekannten Reflexpunkten gesetzt. Die Nadel wächst nach 1-2 Tagen völlig unsichtbar in der Ohrmuschel ein und muss nicht wieder entfernt werden. Dadurch sollen die Reflexpunkte permanent stimuliert werden.

Implantat-Akupunktur entspricht im Stimulationsmechanismus (»Implantate am Akupunkturpunkt«) der asiatischen Catgut-Akupunktur, wird jedoch ausschließlich zur Ohrakupunktur eingesetzt.

So funktioniert Implantat-Akupunktur
Implantation einer Nadel am Ohr (schematisch) Implantation einer Nadel am Ohr (schematisch) Implantation einer Nadel am Ohr (schematisch)
1. Der Implantator wird auf den
Reflexpunkt gesetzt.
2. Mit leichtem Druck wird das Implantat (hier rot) sanft in die Haut geschoben. 3. Nach 2-3 Tagen ist das Implantat unsichtbar an seinem Bestimmungsort eingewachsen.

Die verwendeten Akupunktur-Implantate haben in etwa die Größe einer Stecknadelspitze. Sie bestehen aus medizinischem Reintitan und sind hochverträglich. Als Alternative zu Dauerimplantaten aus Titan können Templantate eingesetzt werden (»Jahresnadeln«). Diese Nadeln bestehen aus einem synthetischen organischen Hightech-Material auf Glucose-Milchsäurebasis und sind auflösbar. Sie verbleiben 15-20 Monate im Ohr und werden während dieser Zeit vom Körper vollständig abgebaut.
Speziell ausgebildete Implantat-Akupunkteure setzen Implantate vorwiegend bei Krankheitsbildern ein, bei welchen sie mit klassischer Ohrakupunktur bereits gute Erfahrungen machen konnten.

Vergleich zwischen Dauernadel und Implantat-NadelImplantat-Akupunktur am Beispiel RLS: Ergebnisse einer Studie über die Abnahme des iRLS-Scores bei Patienten mit Restless-Legs-Syndrom nach der Behandlung mit Implantat-Akupunktur. Quelle: Deutsche Zeitschrift f. Akupunktur10

Seit der Entdeckung der noch relativ jungen Implantat-Akupunktur im Jahr 2001 werden diese speziellen Nadeln aufgrund ihrer Natur als Dauerimplantat vorzugsweise bei chronischen Krankheitsbildern angewendet. Die Behandlung erfolgt ambulant unter sterilen Bedingungen und ist unkompliziert.

Bei der Behandlung von Schmerzerkrankungen wie beispielsweise chronischen Gelenk- oder Rückenschmerzen werden vorwiegend resorbierbare Implantatnadeln (Templantate) eingesetzt. Bei erfolgreicher Anwendungung können nach 1-2 Jahren Titan-Implantate nachgesetzt werden

Das leistet Implantat-Akupunktur

  • Das Implantat verbleibt permanent am Reflexpunkt im Ohr
  • Das Implantat ist völlig unsichtbar
  • Die Materialen des Implantats sind sehr gut verträglich
  • Verringertes Risiko von Entzündungen gegenüber Dauernadeln
  • keine medikamentösen Nebenwirkungen
  • Es bleiben keine kosmetischen Schäden zurück

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Quellen & Referenzen

1) S. Schneider: Rückenschmerz: Verbreitung, Ursachen und Erklärungsansätze. GRIN Verlag, 2007, ISBN 978-3-638-73218-5, S. 9ff
2) Akupunktur bei chronischen Knie- und Rückenschmerzen. Dtsch Arztebl 2007; 104(3): A 123–30.
3) Acupoint catgut-embedding therapy: superiorities and principles of application. Zhang X P et al, 2012, PMID 23259283
4) German Acupuncture Trials (GERAC) for chronic low back pain: randomized, multicenter, blinded, parallel-group trial with 3 groups. Haake M et al, Arch Intern Med. 2007 Sep 24;167(17):1892-8, PMID 17893311
5) Randomised controlled trial of a short course of traditional acupuncture compared with usual care for persistent non-specific low back pain. Thomas K et al, BMJ. 2006 Sep 23;333(7569):623, PMID 16980316
6) Effect sizes of non-surgical treatments of non-specific low-back pain. Keller A et al, Eur Spine J. 2007 Nov;16(11):1776-88. Epub 2007 Jul 10, PMID 17619914
7) Acupuncture Treatment for Low Back Pain and Lower Limb Symptoms-The Relation between Acupuncture or Electroacupuncture Stimulation and Sciatic Nerve Blood Flow. Inoue M et al, Evid Based Complement Alternat Med. 2008 Jun;5(2):133-43, PMID 18604251
8) Acupuncture therapy for chronic lower back pain: a systematic review. Trigkilidas D, Ann R Coll Surg Engl. 2010 Oct;92(7):595-8, PMID 20529520
9) NICE clinical guideline 88: Early management of persistent non-specific low back pain. National Institute for Health and Care Excellence, 2009
10) Wlasak R, Beuth J, van Leendert R, Schneider B: Implantat-Akupunktur beim Restless-Legs-Syndrom. DOI: 10.1010/0011223344, Dt. Ztschr. f. Akupunktur 54, 3/2011



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