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Akupunktur bei Heuschnupfen und Allergien

Mit dem lang ersehnten Frühling beginnt für Pollenallergiker wieder das Leid. Über zwölf Millionen Deutsche leiden an Heuschnupfen - Tendenz steigend. Klinische Studien zeigen erneut, daß Akupunktur zur Linderung bei vielen Allergie-Beschwerden beitragen kann.

▼Akupunktur▼Implantat-Akupunktur ▼Info-Brief anfordern Allergien sind entzündliche, überschießende Abwehrreaktionen unseres Immunsystems. Fast ein Drittel aller Deutschen sind davon betroffen. Eine der häufigsten Formen ist Heuschnupfen – die sogenannte »allergische Rhinitis«. Doch nicht nur im Frühjahr und Sommer, sondern zunehmend auch im Spätherbst und selbst im Winter leiden Menschen daran. Weitere häufige Formen von Allergien sind Hausstaub- oder Tierhaarallergien.

Allergien

Akupunkturpunkte am OhrDie Übeltäter bei Heuschnupfen: Pollen unter dem Raster-ElektronenmikroskopBei jeder Allergie reagiert der Körper überempfindlich auf eigentlich völlig harmlose Substanzen. Im Fall von Heuschnupfen sind dies die Eiweiße bestimmter Pollen, wie etwa von Haselnuss, Erle, Birke, diversen Gräsern oder Kräutern wie Beifuß. Das Immunsystem stuft diese sogenannten »Allergene« bereits beim ersten Kontakt fälschlicherweise als gefährlich ein und bildet Antikörper. Bei jedem weiteren Kontakt mit dem vermeintlichen Feind veranlassen die Antikörper die Freisetzung von Botenstoffen aus bestimmten Immunzellen. Diese Botenstoffe - allen voran Histamin - lösen die typischen Beschwerden aus.
Heuschnupfen zählt zum Allergietyp 1, dem sogenannten Soforttyp. Bei dieser klassischen Allergieform, unter die rund 90 Prozent aller Allergien fallen, kommt es innerhalb von Minuten oder Stunden nach dem ersten Kontakt mit dem reiz­auslösenden Stoff zu einer Reaktion des Körpers.

Kreuzallergien bei Heuschnupfen

Wissen: Kreuzallergien

Viele Pollenallergiker entwickeln im Laufe der Zeit weitere Überempfindlichkeiten auf andere Stoffe, so genannte »Kreuzallergien«.

Weiterhin kann sich Heuschnupfen auf die unteren Atemwege ausweiten und zu Asthma führen.

Therapiemöglichkeiten

Die meisten Allergien - so auch Heuschnupfen - werden mit Medikamenten behandelt, die das Auftreten von allergischen Symptomen mildern. Eine Heilung können diese Medikamente jedoch nicht bewirken. Antiallergika werden je nach Krankheitsform in unterschiedlichen Darreichungsformen (Tabletten, Nasensprays, Asthmasprays, Augentropfen, Cremes, Salben oder Injektionen) und in unterschiedlichen Intervallen angewendet.
Neben symptomatischen Therapien besteht unter gewissen Umständen die Möglichkeit einer Immuntherapie (Hyposensibilisierung bei Typ-I-Allergien). Hierbei wird dem Körper des Allergiepatienten in regelmäßigen Abständen eine langsam gesteigerte Dosis des jeweiligen Allergens verabreicht. Das Immunsystem soll sich langsam an das Allergen gewöhnen und bei Kontakt weniger stark reagieren. Eine Immuntherapie muss regelmäßig über einen Zeitraum von drei Jahren durchgeführt werden.
Seit vielen Jahren wird auch Akupunktur immer häufiger zur Linderung von Allergie-Beschwerden angewendet.

Akupunktur

Akupunkturpunkte am OhrAbb: Akupunkturpunkte am OhrEs existieren heute viele verschiedene Formen von Akupunktur. Die wichtigsten Vertreter sind die Körperakupunktur sowie Ohr,- Schädel- und Handakupunktur. Dabei werden jeweils verschiedene Methoden zur Punktstimulation benutzt wie etwa klassische Akupunkturnadeln, Dauernadeln, Akupressur oder Stimulation mittels Laser.

Eine besondere Form der traditionellen Punktstimulation ist vor allem in Asien verbreitet: An den bekannten Akupunkturpunkten werden kurze Fäden aus auflösbarem chirurgischen Nahtmaterial an bekannte Akupunkturpunkte unter die Haut implantiert (Catgut-Akupunktur). So wird eine Langzeitstimulation erreicht. Die positive Wirkung auf viele Krankheitsbilder wurde in klinischen Studien belegt1)).

Akupunktur bei Allergien und Heuschnupfen

Die Akupunktur erfreut sich aufgrund der sehr guten Verträglichkeit und Wirksamkeit sowohl bei Therapeuten als auch bei Allergiepatienten immer größerer Beliebtheit. Während der letzten Jahre wurden zahlreiche internationale klinische Studien (RCT) durchgeführt, welche die Wirksamkeit bei allergischen Beschwerden untersuchten und für positiv einstuften2)3)4)5)6)7). Den neuesten Auswertungen zufolge zeigt Akupunktur eine deutliche Wirksamkeit gegenüber unbehandelten Patienten2). Die mit Akupunktur behandelten Patienten benötigen weniger Antihistaminika (Medikamente) und haben eine höhere Lebensqualität3)8).

Ohrakupunktur

Vergleich zwischen Dauernadel und Implantat-NadelAbb: Eine herkömmliche Dauernadel (links) und eine moderne Implantat-Nadel Als bedeutendster Vertreter der Mikrosystem-Akupunkturen gilt heute die Ohrakupunktur. Wann die Ohrmuschel erstmals therapeutisch genutzt wurde, ist nicht genau bekannt. Der älteste überlieferte Bericht stammt von Hippokrates. In den 1950er Jahren durchforschte der französische Arzt Paul Nogier die Literatur der Vergangenheit. Mit seinen Forschungen und Erkenntnissen legte er den Grundstein für die mittlerweile weltweit verbreitete moderne Ohrakupunktur: Die Aurikulomedizin. Diese bietet neben der Anwendung verschiedener Nadeltechniken auch diagnostische Möglichkeiten.

Seit den 1970er Jahren können zur Ohrakupunktur auch sogenannte »Dauernadeln« eingesetzt werden. Diese Nadeln verbleiben meist 1-2 Wochen im Ohr.

Implantat-Akupunktur

Ein Akupunktur-Implantat wird platziertAbb: Ein Akupunktur-Implantat wird platziert Die moderne europäische Implantat-Akupunktur ist eine Form der Ohrakupunktur. Anstatt der kurzfristigen Anwendung von klassischen Akupunkturnadeln oder Dauernadeln werden winzige Implantatnadeln an den bekannten Reflexpunkten gesetzt. Die Nadel wächst nach 1-2 Tagen völlig unsichtbar in der Ohrmuschel ein und muss nicht wieder entfernt werden. Dadurch sollen die Reflexpunkte permanent stimuliert werden.

Implantat-Akupunktur entspricht im Stimulationsmechanismus (»Implantate am Akupunkturpunkt«) der asiatischen Catgut-Akupunktur, wird jedoch ausschließlich zur Ohrakupunktur eingesetzt.

So funktioniert Implantat-Akupunktur
Implantation einer Nadel am Ohr (schematisch) Implantation einer Nadel am Ohr (schematisch) Implantation einer Nadel am Ohr (schematisch)
1. Der Implantator wird auf den
Reflexpunkt gesetzt.
2. Mit leichtem Druck wird das Implantat (hier rot) sanft in die Haut geschoben. 3. Nach 2-3 Tagen ist das Implantat unsichtbar an seinem Bestimmungsort eingewachsen.

Die verwendeten Akupunktur-Implantate haben in etwa die Größe einer Stecknadelspitze. Sie bestehen aus medizinischem Reintitan und sind hochverträglich. Als Alternative zu Dauerimplantaten aus Titan können Templantate eingesetzt werden (»Jahresnadeln«). Diese Nadeln bestehen aus einem synthetischen organischen Hightech-Material auf Glucose-Milchsäurebasis und sind auflösbar. Sie verbleiben 15-20 Monate im Ohr und werden während dieser Zeit vom Körper vollständig abgebaut.
Speziell ausgebildete Implantat-Akupunkteure setzen Implantate vorwiegend bei Krankheitsbildern ein, bei welchen sie mit klassischer Ohrakupunktur bereits gute Erfahrungen machen konnten.

Vergleich zwischen Dauernadel und Implantat-NadelImplantat-Akupunktur am Beispiel RLS: Ergebnisse einer Studie über die Abnahme des iRLS-Scores bei Patienten mit Restless-Legs-Syndrom nach der Behandlung mit Implantat-Akupunktur. Quelle: Deutsche Zeitschrift f. Akupunktur10

Seit der Entdeckung der noch relativ jungen Implantat-Akupunktur im Jahr 2001 werden diese speziellen Nadeln aufgrund ihrer Natur als Dauerimplantat vorzugsweise bei chronischen Krankheitsbildern angewendet. Die Behandlung erfolgt ambulant unter sterilen Bedingungen und ist unkompliziert.

Bei der Behandlung von Heuschnupfen und weiteren Typ-1-Allergien werden vorwiegend resorbierbare Implantatnadeln (Templantate) eingesetzt. Bei erfolgreicher Anwendungung können nach 1-2 Jahren Titan-Implantate nachgesetzt werden

Das leistet Implantat-Akupunktur

  • Das Implantat verbleibt permanent am Reflexpunkt im Ohr
  • Das Implantat ist völlig unsichtbar
  • Die Materialen des Implantats sind sehr gut verträglich
  • Verringertes Risiko von Entzündungen gegenüber Dauernadeln
  • keine medikamentösen Nebenwirkungen
  • Es bleiben keine kosmetischen Schäden zurück

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Quellen & Referenzen
1) Acupoint catgut-embedding therapy: superiorities and principles of application. Zhang X P et al, 2012, PMID 23259283
2) A multicenter, randomized, controlled trial testing the effects of acupuncture on allergic rhinitis. Choi S M et al, Allergy. 2013 Mar;68(3):365-74, PMID 23253122
3) Acupuncture in patients with seasonal allergic rhinitis: a randomized trial. Brinkhaus Benno et al. Ann Intern Med. 2013 Feb 19;158(4):225-34. PMID 23420231
4) Cost-effectiveness for acupuncture in seasonal allergic rhinitis: economic results of the ACUSAR trial. Reinhold T et al. Ann Allergy Asthma Immunol. 2013 Jul;111(1):56-63. PMID 23806461
5) Acupuncture in patients suffering from allergic asthma: is it worth additional costs? Reinhold T et al. J Altern Complement Med. 2014 Mar;20(3):169-77. PMID 24256028
6) Effect of penetrating needling at head acupoints on perennial allergic rhinitis. Wang H et al. Medline, PMID 24298766
7) Acupoint catgut embedding for 82 cases of allergic rhinitis. Mai F X et al. Medline, PMID 24377237
8) Süddeutsche Zeitung, Veröffentlichung v. 25.02.2013: Akupunktur kann Heuschnupfen lindern. http://sz.de/1.1609564

Bildnachweise: Titelfoto © Kzenon - Fotolia.com. Redaktionelle Illustrationen: © detailblick - Fotolia.com; © L. Klauser - Fotolia.com; © istockphoto.com; © inauris; EM image: Dartmouth Electron Microscope Facility (PD).



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